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Ich erzähle... und antworte

Fragen und Antworten

Wie sind Sie zum Märchenerzählen gekommen?

Meine Mutter und Großmutter sagen, dass ich schon als ganz kleines Mädchen allem was Beine hatte, Märchen erzählt habe. Mensch und Tier. In der Kirche, auf Hochzeiten, im Kuhstall. Später habe ich Erzieherin gelernt und Kindern Märchen erzählt. Wie ich zum öffentlichen Erzählen kam, ist eine Geschichte für sich, die ich auf der „Sagenhafte Wanderung im Nordschwarzwald“ verrate.

Was unterscheidet Sie von anderen Märchenerzählern?

Was kostet ein Auftritt?

Es kommt auf die Dauer der Veranstaltung, auf die Einrichtung (Für Schulen und Restaurants gibt es einen „Kopfpreis“), auf den Anfahrtsweg an, ob ein Raum vorhanden ist oder erst gebucht werden muss, ob eine Übernachtung notwendig ist usw. Im allgemeinen können Sie für einen privaten Auftritt von 1-2 Stunden mit 210,-€ zzgl. Fahrtkosten (0,30€ pro gefahrenen Kilometer) rechnen.

Am besten Sie sprechen mit mir persönlich über Ihre Veranstaltung!

Treten Sie auch öffentlich auf?

Ich habe sowohl öffentliche, als auch nicht öffentliche Veranstaltungen. Meine öffentlichen Auftritte finden Sie unter Termine - die nicht öffentlichen nicht. (-:

Wie viele Geschichten erzählen Sie an einem Abend?

Das hängt von der Veranstaltung ab. Normalerweise sind es drei bis fünf Märchen an einem Abend. Ein Märchenabend für Erwachsene dauert in der Regel 1 bis 2 Stunden. Bei Kindern ist es weniger, da ihre Konzentration meist nur knapp eine Stunde reicht.

Wie viele Märchen haben Sie im Repertoire?

In meinem Almanach stehen zur Zeit:

Doch was sagt das schon aus? Wie jeder Künstler habe auch ich ein kleines Repertoire von etwa 12-15 Geschichten, die ich zu jeder Tages- und Nachtzeit, ohne Vorbereitung, erzählen kann. Auf alle anderen Märchen und Geschichten muss ich mich vorbereiten. Außerdem erweitere ich mein Repertoire laufend, dass heißt ich lese ständig viele, viele Märchen und Geschichten.

Erzählen Sie bei einem Auftritt die ganze Zeit nur Geschichten?

Nein. Wenn ich ein Märchen deute, dann wird nach dem Erzählen über den Märcheninhalt referiert, bzw. gesprochen, je nach Anzahl der anwesenden Personen. An Kleinkunstbühnen trete ich meist mit Musikern auf, die meine Geschichten musikalisch umrahmen bzw. untermalen. Beim Märchenmenü gibt es zwischen den Märchen köstliches Essen. Und auf den Märchenspaziergängen wird nach jedem Märchen durch die wunderschöne Landschaft gewandert.

Welche Märchen erzählen Sie?

Meine Vorliebe gilt den Grimms Märchen, Keltischen Märchen und Sagen, besonders der Artussage, sowie rhythmischen Geschichten für Kinder. Ich habe Märchen aus anderen Kulturen im Repertoire, wie z.b aus dem Orient, aus der indianischen Kultur, aus Afrika. Außerdem erzähle ich gerne Baum- und Frauenmärchen, humorvolle Geschichten und regionale Sagen.

Sind Märchen nicht ziemlich oberflächlich und unrealistisch?

Märchen sprechen in einer Bildsprache zu uns. Man darf sie nicht vom logischen Verstand her betrachten. Sobald man die Bildsprache in unsere Alltagssprache übersetzt, entfaltet sich die Weisheit und Lebenshilfe im Märchen. Diese Übersetzungsarbeit können Sie in meinem Programm „Märchen+Deutung“ erleben oder auf meinen CD´s hören.

Warum sollen Märchen für Kinder gut sein? Sie sind grausam, diskriminierend und haben ein antiquiertes Frauenbild!

Die Bildsprache der Märchen wird von Kindern unmittelbar verstanden. Im Gegensatz zu uns Erwachsenen brauchen sie keine Übersetzer, denn die Märchensprache ist ihre Sprache. Kindern ist der Zugang zu einer mythischen Zauberwelt, oder psychologisch ausgedrückt: dem kollektiven Unbewussten, noch nicht verschlossen. Mehr darüber erfahren Sie in meinem Kurs: „Kinder brauchen Märchen?!“

Wo erzählen Sie?

Als Märchenerzählerin bin ich überwiegend im Raum Tübingen, Reutlingen, Böblingen/Sindelfingen, Herrenberg, Calw und Stuttgart tätig. Sie können mich jedoch problemlos jederzeit auch für andere Orten buchen.